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Josef Lorenzl - Biographie - Niddy Impekoven

Biographie - Josef Lorenzl

Josef Lorenzl, Bildhauer (geb. 1.9.1892 Wien, gest. 15.8.1950 Wien). Joseph Lorenzl ist nicht nur der Schöpfer eines der bekanntesten, erfolgreichsten und spektakulärsten Modelle der Goldscheiderproduktion, dem "Gefangenen Vogel", sondern lieferte der Manufaktur zahlreiche Modelle und war fest mit der Manufaktur Goldscheider liiert. Sein Atelier befand sich im Fabrikgebäude der Manufaktur in der Staudgasse 9 in Wien.

 Weitere keramische Arbeiten schuf Lorenzl für die Firma Keramos, die Wiener Kunstkeramik und Porzellanmanufaktur AG, Wien sowie die deutschen Firmen Hertwig und Cortendorf (-> vgl. Schaulade, 13.1937, S. 69 (m. Abb.). Zu seinen Spezialitäten zählten delikate Bronzen (Frauen- und Mädchenakte), die teils durch Elfenbein ergänzt wurden. Diese Bronzen, die bestes Art Déco darstellen, sind unter Sammlern, neben den Figuren für Goldscheider, sehr gesucht. In der Tantiemenabrechnung vom 10. März 1953, in der die Modellnummern 5917, 8827-8829 und 8909 letztmalig genannt werden, verfügt Anna (Njura) Lorenzl, die Frau des Bildhauers, die "übrigen Modelle meines Gatten ausnahmslos zu vernichten". Zu Lorenzls Wiener Wohnungen und zum Pseudonym "Althan" -> vgl. dort. Quellen und Lit.

Lit.: AGM, (Gehaltslisten, Mai und August 1938; Tantiemenabrechnung 10. März 1953); Neuwirth (1974), S. 67; Deutsche Elfenbeinkunst vom Fin de Siècle bis zum Art Déco, Abb. 20; Zühlsdorff, S. 425; Hillenbrand, S. 258; Makus (2000), S. 174; Quelle: Bildhauerarchiv, Karl Novak.

Biographie - Niddy Impekoven

Niddy Impekoven wurde am 2. November 1904 in Berlin geboren und begann mit sechs Jahren mit ihrer Ausbildung als Tänzerin. Danach ging sie nach Frankfurt am Main und setzte ihre Fortbildung an der Schule für klassische Gymnastik auf Schloss Bieberstein in der Rhön fort.

Seit ihrer frühsten Kindheit trat sie öffentlich auf. Unter anderem zeigte sie 1918 in Berlin in der Oper Unter den Linden ihr erstes eigenes Programm, das sie mit ihrem Lehrer Heinrich Kröller einstudiert hatte. Sie tanzte vor allem zu klassischer Musik und wurde inspiriert von Lotte Pritzel und Erna Pinners Puppentänzen. Die Vorlage für die Goldscheider Figur war die tänzerische Darstellung "Der Gefangene Vogel", der sie auch zu einem der Tanzstars der 20er Jahre machte. Sie drehte auch mehrere Filme, darunter Die Pritzelpuppe (1923), Armes kleines Mädchen (1924) und Wege zu Kraft und Schönheit (1924/25).

Impekoven lebte nach dem Ende ihrer Tanzkarriere in der Schweiz und starb am 20. November 2002.

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